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Digitale Ganganzeige, Teil 1
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Da
ich evtl. den Motor gegen eine Honda CB250N-Maschine austauschen möchte
habe ich nach einer elektronischen Lösung für die Ganganzeige im
Netz gesucht!
Folgenden Bericht habe ich auf www.alpentourer.de
gefunden:
Für was, fragt sich manch Einer, braucht man eine digitale Ganganzeige? Nun,
man wende sich einfach an einen BMW Fahrer, der neuen Generation und ist überrascht
über die Antwort. Leider findet man dieses nützliche Extra nur an ganz wenigen
Motorrädern. Wir haben diese kleine Schaltung an unseren Motorrädern montiert,
und Heidi möchte sie nicht mehr missen. Ich vermesse inzwischen meine Hausstrecke
nach Ganganzeige und Bremspunkten. Nächste Kurve Bremspunkt kurz vor dem Schild,
dann vom Vierten in den Zweiten, abkippen, einlenken, durchziehen und hoch
in den Fünften.
Das Bild zeigt den allerersten Prototyp, noch mit Pappgehäuse, provisorisch
befestigt. Dieses System wird dann im neuen Bordcomputer mit integriert werden.
Auf vielfachen Wunsch, veröffentlichen wir hier nun auch den Schaltplan und
eine kleine Beschreibung der Technik zum Nachbau.
Der Schaltvorgang
Es gibt 4 Schaltzustände im Gangsystem beim Motorrad. Der Schalthebel befindet
sich in Neutralstellung und der Leerlauf ist eingelegt, die Leerlaufleuchte
brennt. Der Schalthebel befindet sich in Neutralstellung und es ist ein Gang
eingelegt. Der Schalthebel befindet sich in der oberen Position, um einen Gang
hinauf zu schalten (up). Er befindet sich in der unteren Position, um einen
Gang herunter zu schalten (down). Die Reihenfolge der Gänge ist auch nicht analog
zum Zahlensystem: 1-0-2-3-4-5-6, die -1- kommt also vor der Null, wobei es dieser
Schaltung egal ist, ob das Motorrad nun 5 oder 6 Gänge hat. Es zählt immer richtig.
Abnahme der Schaltinformation
Die Information der vier Schaltzustände können über zwei unterschiedliche Technologien
abgenommen werden. Zum Einen über zwei kleine Microschalter (1xUM), welche so
am Ganghebel montiert werden, daß wenn der Hebel sich jeweils in der äußersten
Position befindet, die Schalter umspringen. Vorteil: Eine preiswerte Lösung
Nachteil: Sie stellt jedoch hohe mechanische Ansprüche an den Mechaniker, der
diese Mimik einbaut und abgleicht. Zudem muß das Ganze mit Heißkleber absolut
Spritzwasserfest gemacht werden.
Die elegantere Methode ist die über einen Fensterdiskriminator. Wie funktioniert
das. Nun, zur Verwendung kommt ein handelsübliches Servo einer Modellfernsteuerung
(ca. 20 DM bei Conrad). Dieses Servo ersetzt die beiden Microschalter. In diesem
Servo befindet sich ein Potentiometer, welches sich über den Servoarm verstellen
läßt. Dazu benötigt man auch noch einen Bowdenzug aus dem Modellbauhandel. Das
eine Ende des Bowdenzuges befestigt man am Schalthebel über einen kleinen Winkel,
und das andere Ende am Servo, welches nun an einer geschützten Stelle montiert
werden kann. Fernsteuerservos sind Spritzwasser fest und der Sercoarm ist mechanisch
vom Potentiometer entkoppelt, bietet also den maximalen Schutz im rauen Alltagseinsatz.
Das Getriebe im Servo wird nicht benötigt und muß entfernt werden. Das dreiadrige
Anschlußkabel wird von der Servoelektronik auf das Potentiometer direkt umgelötet.
Die beiden äußeren Kontakte des Servo Potentiometers werden nun an 5V angeschlossen,
während der mittlere Kontakt vom Schleifer auf die Fensterdiskriminator Schaltung
(FKS) von Conrad gelegt wird (Best-Nr. Conrad Elektronik 19 96 30). Es spielt
nun keine Rolle, ob ich einen kurzen oder langen Schaltweg habe, ob sich der
Servoarm wenig oder viel bewegt. Mit Hilfe der FKS läßt sich nun jeder Weg abgleichen.
Zwei Relais auf der Schaltung übernehmen nun die Funktion der beiden Microschalter.
Wir verzichten hier bewußt auf die Darstellung der FSK Schaltung, da sie als
Standardbausatz bei Conrad Electronic erhältlich ist. Nun zur Funktionsweise
eines FSK. Mit Hilfe von zwei Potentiometern wird eine obere und eine untere
Schaltschwelle festgelegt, das sogenannte Fenster. Da nun der Schalthebel mit
dem Servo verbunden ist, wird sich die Spannung in der Stellung Schalthebel
fast ganz unten, ganz kurz bevor der Gang einspringt von ca 1V, bis in der Stellung
Schalthebel fast ganz oben, ganz kurz bevor der Gang einspringt etwa 4.5V bewegen.
In diesem Fenster von etwa 1V bis 4.5V darf sich in der Schaltung nichts bewegen.
Wird der Schalthebel nun so weit nach unten gedrückt, daß der Gang einspringt,
so stellt der FSK fest, daß die Eingangsspannung unter der Schwelle von etwa
1V liegt. Sie liegt also unterhalb des definierten Fensters und der Ausgang
"unterhalb" der FSK wird aktiv und schaltet das Relais. Das System zählt einen
Gang nach unten. Wird der Schalthebel nun so weit nach oben gedrückt, daß der
Gang einspringt, so stellt der FSK fest, daß die Eingangsspannung über der Schwelle
von etwa 4.5V liegt. Sie liegt also oberhalb des definierten Fensters und der
Ausgang "oberhalb" der FSK wird aktiv und schaltet das Relais. Das System zählt
einen Gang nach oben.
Auswertung der Gänge und Leerlauf
Nachstehend nun die Schaltung, welche die Gänge richtig auswertet und das System
im Leerlauf zurücksetzt. Die eingehenden Schaltimpulse, egal ob von den beiden
Microschaltern oder von den Relais des FSK werden mit dem IC 7400 entprellt.
Der Zähler 74193 zählt nun die einzelnen Gänge und wird über die Schaltung des
78C05 auf den Zustand -1- zurückgesetzt, der durch die ICs 7404, 7432 und 7411
zu einer -0- gemacht wird. Diese nachgeordneten ICs kreieren also die Schaltfolge
-1-,-0-,-2-,-3-,-4-,-5-,(-6-)*falls vorhanden. Die Ausgänge -A-,-B-,-C- werden
nun an einen 7-Segment IC angeschlossen. Hier bleibt Euch die Wahl eine 7-Segment
LED, eine Reihe von LEDs oder eine LCD Anzeige zu wählen. Die Wahl ist auch
frei bezüglich gemeinsamer Anode bzw. Kathode. Wir wählten eine extra helle
7-Segment LED von Conrad Elektronik mit gemeinsamer Anode. Der IC samt Anzeige
befindet sich im Pappgehäuse auf dem Bild ganz oben auf.
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Anmerkung
von Rainer4x4:
Ich hab
das Schaltbild vom Alpentourer nochmal korrigert
und um den Hinweis erweitert, dass es sich bei den Ausgängen
um BCD-Codierung handelt. Ein entsprechendes LED-Modul muss
dazu verwendet werden.
Im
2. Teil findet Ihr die Beschreibung mit einem programmierbaren PIC-Baustein




